Kurzinformationen für Kinderärzte

Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen gehören zu den häufigen Problemen, die in der kinderärztlichen Praxis vorgestellt werden. Solche Störungen können durch organische, durch psychoreaktive aber noch weitaus häufiger durch Fehlregulationen zwischen dem Kind und seinen Hauptbezugspersonen verursacht sein.

Die Behandlung dieser frühen Regulationsstörungen hat durch die Weiterentwicklung in der klinisch-empirischen Säuglingsforschung u.a. durch den Einsatz von Videoaufzeichnungen der Eltern-Kind-Interaktion neue Perspektiven bekommen. Konkret versuchen wir die videoaufgezeichneten, individuell einzigartige Interaktionssequenzen, die einen Teufelskreislauf negativer Gegenseitigkeit erkennen lassen, zu identifizieren, zu analysieren und durch das Besprechen ausgewählter Szenen zu verändern. Der Säugling soll hierdurch von den elterlichen Projektionen und Ängste entlastet werden.

Wenn Sie uns Patienten überweisen wollen, dann können sich die Betroffenen direkt an uns wenden. Sehr gerne können Sie als zuweisender Arzt auch im Vorfeld telefonisch oder per Arztbrief mit uns Kontakt aufnehmen und die Überweisungsgründe schildern.

In einem Erstgespräch, und in möglicherweise weiteren bis zu 5 folgenden Terminen, erstellen wir die Diagnose und ggf. einen Behandlungsplan. Wenn die Betroffenen es nicht ausschließen, erhalten Sie einen differenzierten Untersuchungsbericht für Ihre Patientenakte und zur ggf. notwendigen medizinischen Mit- oder Weiterbehandlung. Sollte bei uns eine weitergehende Behandlung angezeigt sein, benötigen wir für die Beantragung einen Konsiliarbericht in dem bestehende medizinische Kontraindikationen für eine Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie ausgeschlossen werden.