Kurzinformationen für Kinderärzte

Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen gehören zu den häufigen Problemen, die in der kinderärztlichen Praxis vorgestellt werden. Solche Störungen können durch organische, durch psychoreaktive aber noch weitaus häufiger durch Fehlregulationen zwischen dem Kind und seinen Hauptbezugspersonen verursacht sein.

Die Behandlung dieser frühen Regulationsstörungen hat durch die Weiterentwicklung in der klinisch-empirischen Säuglingsforschung u.a. durch den Einsatz von Videoaufzeichnungen der Eltern-Kind-Interaktion neue Perspektiven bekommen. Konkret versuchen wir die videoaufgezeichneten, individuell einzigartige Interaktionssequenzen, die einen Teufelskreislauf negativer Gegenseitigkeit erkennen lassen, zu identifizieren, zu analysieren und durch das Besprechen ausgewählter Szenen zu verändern. Der Säugling soll hierdurch von den elterlichen Projektionen und Ängste entlastet werden. „Kurzinformationen für Kinderärzte“ weiterlesen

Weiterführende Infos

Die Kenntnis und das richtige Interpretieren von Entwicklungsgefährdungen stellt eine schwierige, aber sehr wichtige Aufgabe in der kinderärztlichen Praxis dar. Die Früherkennung ist einerseits so bedeutungsvoll, weil es kaum einen besseren protektiven Faktor für die Bewältigung späterer lebensgeschichtlicher Belastungen gibt, wie eine komplikationslose frühe Entwicklung. Andererseits besteht die große Gefahr, dass Entwicklungsgefährdungen chronifizieren und so auch die konstruktive Bewältigung späterer Entwicklungsphasen nicht gelingt.  „Weiterführende Infos“ weiterlesen